Jede Generation des Kinos hatte ihre neue Maschine — Ton, Farbe, Video, digitaler Schnitt, die Smartphone-Kamera. Jede kam mit derselben bangen Frage: Ist das noch Kino? Und jedes Mal wurde die Antwort nicht vom Werkzeug entschieden, sondern von den Menschen, die es benutzten.
Das Berlin Gate International Film Festival führt Kategorien für AI Film, New Media und Underground-Arbeiten neben den klassischen Formen — nicht, weil das Neue an sich ein Wert wäre, sondern weil unabhängiges Kino immer an den Rändern des technisch und institutionell Möglichen gelebt hat.
Unsere Haltung ist einfach: Werkzeuge machen keine Filme; Visionen tun es. Eine KI-gestützte Arbeit ist beim BGIFF zugelassen, wenn ihre Macherinnen und Macher ihre Werkzeuge offen deklarieren und eine menschliche künstlerische Stimme unverkennbar im Zentrum steht.
Das Tor steht neuen Formen offen. Was hindurchgeht, wird so beurteilt, wie Kino immer beurteilt wurde — nach Ehrlichkeit, Handwerk und der Kraft dessen, was es uns sehen lässt.
